die hörmupfel

#LeseChallenge9 – Schlimmer geht’s nimmer

Lese-Challenge. Nur 62 Seiten mussten in der dritten Etappe der aktuellen Lese-Challenge gelesen werden und trotzdem haben es nur die Hälfte der Teilnehmer »geschafft«. Aus Zeitgründen und vermutlich auch wegen fehlender Motivation geht es nur schleppend voran. So sind einige Teilnehmer familiär oder beruflich zur Zeit verstärkt eingespannt und finden nur wenig Zeit, mal ein Buch zur Hand zu nehmen. Und wenn sie sich diese Zeit einmal nehmen, dann wollen sie sich nicht mit so einem »Krampf« abmühen, vermute ich.

Mir geht es ähnlich. Ich kann mir zwar momentan die Zeit zum Lesen nehmen, aber die Antrieb dieses Buch zu lesen, fehlt mir gänzlich. Ich kann diesem Küstenkrimi einfach nichts abgewinnen. Die Personen sind so platt wie die norddeutsche Küstenlandschaft und die Story so fad wie abgestandenes Regenwasser. Einzig die Schreibweise könnte mich unterhalten, wenn… ja wenn… der Inhalt etwas hergeben würde.

In unserer dritten Etappe sollte mit Hilfe einer jungen Frau ein Täter gestellt werden. Die Handlungsweise der Kommissare und das Benehmen der jungen Frau waren so fern aller Realität, dass ich kurz davor stand, das Buch genervt in die Ecke zu pfeffern. Die anschließende Verfolgungsjagd – wenn man sie so nennen darf – überflog ich ungefähr so interessiert wie den Beipackzettel einer Kopfschmerztablette. Ein Facepalm nach dem anderen begleitete diesen Abschnitt und ich fragte mich immer wieder: »Wie landet so ein Buch auf der Spiegel-Bestseller-Liste?«

Auf Amazon wird dieses Buch mit durchschnittlich 4 Sternen bewertet. Liest man die besseren Bewertungen, ist dort die Rede von »listiger, weil oft nicht auf den ersten Blick als solche erkennbare, Zeit- und Gesellschaftskritik«, die mir bis jetzt völlig entgangen sein muss. Außerdem punkte der Krimi »mit vielen unvorhersehbaren Twists & Turns, mit denen der Autor die Geschichte voran und die Spannung in die Höhe treibt«. Auch das ist mir völlig durch die Lappen gegangen. Aber vielleicht liegt es daran, dass ich während des Lesens damit beschäftigt war, die Gähnattacken zu unterdrücken.

Ich nehme meine Aufgabe als Challenge-Organisatorin sehr ernst. Aber im Moment gehen mir wirklich die Ideen aus, wie ich meine Mitleser motivieren kann. So schwer ist es mir noch bei keinem Buch gefallen. Ich finde im Moment einfach nichts Positives an diesem Krimi und wenn die Lese-Challenge nicht wäre, hätte ich das Buch schon längst ungelesen weggelegt.

In diesem Sinne… Gedanken sind frei…

Eure Dotti

 

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