die hörmupfel

#LeseChallenge11 – Vorweihnachtsstress die Zweite

Lese-Challenge. Man merkt es deutlich: wir stecken mitten in der Adventszeit und haben im Moment auf alles Lust, nur nicht aufs Lesen, Kommunizieren und Rezensieren. Der eine oder andere aus der Gruppe hat auch in dieser Woche sein Leseziel nicht erreicht und hängt hinterher. Ein Austausch über das Gelesen findet momentan in der Telegram-Gruppe fast gar nicht statt. Alle sind mit ihrem Familienleben oder dem Job beschäftigt.

Nichtsdestotrotz möchte ich euch heute auf dem Laufenden halten und kurz über die 3. Etappe berichten.
Die letzten ca. 80 Seiten haben bei mir ein wenig den Schwung rausgenommen. Die Geschichte plätschert vor sich hin und der Fokus liegt mehr auf dem Privatleben der beiden Kommissare als auf den Fall selbst. Noch immer habe ich nicht den Eindruck, als würde bei den beiden Ermittlern die Ermittlungsarbeit viel Raum einnehmen.
Es sind mittlerweile schon ein paar Wochen zwischen den einzelnen Morden vergangen – wir zählen vier Tote und eine Vermisste – und trotzdem deutet sich bis zur 200. Seite kein Verdächtiger an.
Erst auf den letzten Seiten der 3. Etappe wird der Fokus ENDLICH auf eine in Frage kommende Person gelegt und so haben wir wieder jemanden, den wir uns genauer anschauen können. Ich habe die Hoffnung, dass wir in der nächsten Etappe erfahren werden, welches Motiv diese Person hat, vier völlig unterschiedliche Menschen bestialisch zu ermorden.

Allerdings habe ich inzwischen keine allzu großen Hoffnungen mehr, dass die Beschreibung des Autors großartig spektakulär ausfallen wird. Denn so interessant und spannend der Schreibstil ist, desto unspektakulär und langweilig sind die Plots. Ich habe immer das Gefühl, ich würde in einer Seifenkiste sitzen und der Autor gibt mir einen kräftigen Schubs. Meine Seifenkiste beschleunigt, ich muss aufpassen, mich halten zu können…. doch irgendwann wird mein Fahrzeug langsamer… ich warte auf den nächsten Schubs des Autors… Doch dieser kommt nicht und meine Seifenkiste rollt langsam aus. So ähnlich geht es mir mit der Story. Der Schreibstil des Autors reißt mich mit, die Geschichte nimmt nach jedem Absatz an Fahrt auf, verläuft dann aber – ungenutzt – im Sande.
Das ist ein wenig enttäuschend.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Eure Dotti