die hörmupfel

#LeseChallenge – Schluss Ende Aus Fertig

LESE-CHALLENGE. Schluss. Aus. Ende. Fertig. Wir haben es geschafft!!! Wir haben »Der Rabe« tapfer zu Ende gelesen und unser Fazit fällt gemischt aus. Viele sind von dem Buch enttäuscht, es gibt aber auch den einen oder anderen, der es gar nicht soooooo schlecht gefunden hat.

Achtung, Kai meint das ironisch 😉

Ein paar aus unserer Gruppe haben auf Amazon auch schon eine Rezension geschrieben. Diese findet ihr hier:

Ich persönlich habe auch eine Amazon-Rezension verfasst, die nicht besonders gut ausfällt. Sie lautet wie folgt:


Eine qualvolle LeseChallenge durchs russische Eis

Im Rahmen meines Podcasts DIE HÖRMUPFEL habe ich eine Lese-Challenge organisiert. Dabei lasen wir zu neunt diesen Thriller. Versprochen wurde uns eine geheimnisvolle Forschungsstation im sibirischen Eis – bekommen haben wir die schier endlose Reise eines Mannes durch die russische Kälte.

Um eines vorne weg zu nehmen: ich habe das Buch wegen seiner guten Bewertungen ausgewählt und bin bitter enttäuscht worden. Auf den ersten 200 bis 250 Seiten passiert erst einmal gar nichts. Man schleppt sich von Kapitel zu Kapitel und wartet vergeblich auf eine Spannungskurve. Es gibt eigentlich nur einen einzigen – eher unsympathischen – Protagonisten, um den ein einziger Handlungsstrang aufgebaut wurde. Als dieser Mann die ominöse Station im Eis erreicht, erwartet man den Peak der Story, der dann aber leider sehr enttäuschend und in vielen Teilen nicht nachvollziehbar ist. Der lang herbeigesehnte Aha-Effekt bleibt gänzlich aus!

Die Hoffnung, dass sich gegen Ende noch etwas Spektakuläres ereignen würde, hatten wir inzwischen schon aufgegeben und nur mit Mühe – und durch den fantastischen Zusammenhalt der Gruppe – schleppten wir uns bis zum Ende. Auf den letzten 100 bis 150 Seiten zieht die Story dann noch einmal etwas an, was vermutlich daran liegt, dass der Autor einen zweiten Handlungsstrang, in der Art einer Verfolgungsjagd, einfließen lässt. Doch das konnte die ziemlich flaue Geschichte auch nicht mehr retten.

Das Ganze wäre vielleicht noch einigermaßen akzeptabel gewesen, wenn ich persönlich nicht so große Schwierigkeiten mit dem Schreibstil gehabt hätte. Dieser Pseudo-Konsalik-Sprachstil hat mir überhaupt nicht gefallen. Dieser Russisches-Mütterchen-Slang à la „Tanja-Panja“ ging mir irgendwann ziemlich auf die Nerven. Hinzu kam die Tatsache, dass der Autor sich mit hundert Kleinigkeiten aufhielt und ich das Gefühl hatte, er wolle das Buch damit unnötig auf die 672 Seiten aufblasen.

Verschachtelte Sätze, die plötzlich enden und von mir mehrmals gelesen werden mussten, machten mir zusätzlich Probleme. Mir fällt dafür nur die Adjektiv „altbacken“ und „umständlich“ ein.

Meinen Freunden würde ich dieses Buch nicht empfehlen.


Die nächste Lese-Challenge ist schon in Planung, wir werden den Thriller »Kind 44« lesen, den Dieter vorgeschlagen hat und den wir alle in einer geheimen Abstimmung mit 11 Punkten gewählt haben. Auf Platz zwei (10 Punkte) landete »Die Fliege« von Silvia Stolzenburg, die von Silke (bzw. MacDSum 😉 ) vorgeschlagen wurde. Mein Vorschlag, »Die Falle« von Melanie Raabe, landete mit 9 Punkten auf Platz 3.

Ich werde euch natürlich auch weiterhin auf dem Laufenden halten. Wenn ihr noch an der Challenge teilnehmen wollt, meldet euch bei mir per E-Mail (findet ihr im Impressum).

Gruß Dotti