die hörmupfel

#LeseChallenge – Erste Etappe vorzeitig geschafft

LESE-CHALLENGE. Vorzeitig haben alle Teilnehmer der Hörmupfel-Lese-Challenge das Etappenziel von ca. 50 Seiten geschafft. Bereits am Donnerstagabend, um 20.59 Uhr, konnte jeder Teilnehmer eine grünes Häkchen hinter unser Leseziel setzen und somit war der Weg für rege Diskussionen frei. Bis zu diesem Zeitpunkt war es den schnellen Lesern leider nicht möglich gewesen, über den Inhalt des Buches zu reden, ohne zu spoilern. Nun aber konnte es losgehen!

Ich hatte dann auch die erste Frage: “Haben die einen Neandertaler gefunden?”

Offensichtlich hatte ich das Gelesene richtig verstanden. Ein russischer Wissenschaftler war in eine abgelegene Forschungsstation gebracht worden – ohne Aussicht auf eine Rückkehr. Ihm war gesagt worden, dass er diese Station niemals wieder (lebend) verlassen würde, denn dafür seien die Informationen, die er dort erhalten würde, viel zu brisant.
Im weiteren Verlauf der Geschichte glaubte der Leser zuerst, es sei ein sehr gut erhaltenes Mammut gefunden worden, was – in gewisser Weise – die Brisanz der Forschungen unterstrichen hätte. Doch als aus dem »Mammut« plötzlich eine »Neandertalerin« wurde, war ich etwas irritiert.

Einem weiteren Teammitglied fiel eine interessante Stelle im Text auf, an der das angebliche tiefgefrorene, jahrtausend alte Mammut gesichert werden sollte [Zitat]: »…und jedes Mal gehe es darum, die Fundstätte unbedingt vor den eingeborenen Jägern zu erreichen, die das Fleisch verzehrten.« [Zitat Ende] Es wurde nun darüber diskutiert, ob es tatsächlich einheimische Jäger gibt, die jahrtausend altes Fleisch essen wollen. In welchem Zustand könnte sich dieses Mammutfleisch befinden? Kann man schockgefrorenes Fleisch über Jahrtausende haltbar machen?

Wir hatten an diesem Abend viel Spaß mit unserem Gedankenaustausch und natürlich wurden auch Thesen aufgestellt, wie die Geschichte weitergehen könnte. Voller Ungeduld wollten wir auf den nächsten Sonntag warten… wollten wir…

Doch am Freitagnachmittag kam der Vorschlag, wir könnten doch schon weiterlesen. Alle Teammitglieder seien auf dem neuesten Stand und so wurde das nächste Pensum ausgerufen:

Bis Donnerstag, 26. Januar 2017, lesen wir bis
»Kapitel III – Nordwest zu Nord«.
Das sind knapp 73 Seiten, die uns hoffentlich noch weiter in die Geschichte und die besonderen Umstände des seltsamen Fundes eintauchen lassen werden.

Eine kleine Geschichte am Rande. Während des Lesens hatte sich ja schon rauskristallisiert, dass es ein paar schnellere Leser in der Gruppe gibt, denen das Lese-Pensum nicht ausreicht. Daraus hat sich »der Trend zum Zweitbuch« 😉 entwickelt. Norbert und ich haben aus diesem Grund beschlossen, das »Jesus Video« von Andreas Eschbach noch einmal zu lesen. Ich habe den fantastischen Thriller vor vielen Jahren schon einmal gelesen und das Buch immer noch im Regal stehen.
Inzwischen bin ich schon gut voran gekommen und kann mich köstlich über den – doch inzwischen schon ziemlich überholten – Inhalt amüsieren. Da der Thriller in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts spielt, stecken in der Geschichte das Internet, Handys, Datenübertragung und -speicherung noch in den Kinderschuhen. Was damals revolutionäre Gedanken des Autors waren, zaubert heute ein mildes Lächeln auf mein Gesicht.
Hinzu kommt, dass ich mich erst einmal mit den alten Rechtschreibregeln anfreunden musste, bevor ich in einen angenehmen Lesefluss kommen konnte. Gerade das »ß« ist nach all den Jahren der Rechtschreibreform sehr gewöhnungsbedürftig.

Übrigens freue ich mich sehr, dass die Lese-Challenge allen Teilnehmern Spaß zu machen scheint. Auch ich freue mich riesig, dass ich durch diese Aktion wieder Lust aufs Lesen bekommen habe und nun endlich mal wieder mit Spaß bei der Sache bin.

Viel Spaß weiterhin wünscht euch
eure Dotti